Kennzeichenarten
H-Kennzeichen für Oldtimer
Das H-Kennzeichen weist ein Fahrzeug als historisches Kulturgut aus. Es bringt eine pauschale Kfz-Steuer von 191,73 € im Jahr (Pkw) und erlaubt die Einfahrt in Umweltzonen, auch ohne grüne Plakette.

Voraussetzungen
Das Fahrzeug muss vor mindestens 30 Jahren erstmals in Verkehr gekommen sein, weitgehend dem Originalzustand entsprechen und in gutem Erhaltungszustand sein.
Das bestätigt ein Gutachten nach § 23 StVZO, das eine Prüforganisation wie TÜV, DEKRA oder GTÜ erstellt. Erst damit kann das H bei der Zulassung eingetragen werden.
- Erstzulassung vor mindestens 30 Jahren
- Weitgehend im Originalzustand
- Guter, gepflegter Erhaltungszustand
- Gutachten nach § 23 StVZO
Steuer und Umweltzonen
Für Fahrzeuge mit H-Kennzeichen beträgt die Kfz-Steuer pauschal 191,73 € im Jahr, für Krafträder 46,02 € (§ 9 Abs. 4 KraftStG) — unabhängig von Hubraum und Schadstoffklasse. Für ältere Fahrzeuge mit großem Hubraum ist das meist deutlich günstiger als die reguläre Besteuerung.
Außerdem dürfen Fahrzeuge mit H-Kennzeichen in Umweltzonen einfahren, auch ohne Feinstaubplakette.

H-Kennzeichen als Wunschkennzeichen
Auch beim H-Kennzeichen können Sie eine Wunsch-Kombination reservieren. Das H wird hinter der Ziffernfolge eingeprägt. Es zählt selbst nicht mit, aber für den Rest bleiben höchstens sieben Stellen statt acht.

Das rote 07er-Kennzeichen als Alternative
Für Sammler mit mehreren Oldtimern gibt es das rote Oldtimerkennzeichen mit der Ziffernfolge 07. Es wird nicht einem Fahrzeug, sondern einer Person zugeteilt und darf an wechselnden Oldtimern geführt werden — allerdings nur für bestimmte Fahrten wie Oldtimerveranstaltungen, Probe- und Überführungsfahrten.
Für den Alltag ist es deshalb keine Alternative zum H-Kennzeichen. Und eine Wunsch-Kombination ist damit nicht vorgesehen.

Was im Gutachten geprüft wird
Der Prüfer bewertet Originalität und Erhaltungszustand. Veränderungen sind nicht grundsätzlich ausgeschlossen: Umbauten, die zeitgenössisch sind — also in den ersten Jahren nach der Erstzulassung üblich waren —, gelten in der Regel als unschädlich.
Problematisch sind moderne Umbauten, die das historische Erscheinungsbild prägen, und ein Zustand, der erhebliche Mängel zeigt. Eine Vorabberatung bei der Prüforganisation spart einen vergeblichen Termin.
Quellen
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